Ehrenamt in dritter Generation beim ASB Riesa: Wolfgang Dietel, Anné Leßmann und Anke Leßmann (erste Reihe v. l. n. r.) bei der Ehrung zu „Freiwilligen des Monats“ zusammen mit dem Geschäftsführer des Ortsverbandes Riesa, Andreas Krüger, sowie ASB-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller und dem Geschäftsführer des ASB-Landesverbandes Sachsen, Matz Mattern (zweite Reihe v. l.).

Jeder sollte die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen

Eine Rettungsschwimmerfamilie engagiert sich beim ASB Riesa über drei Generationen hinweg

Kindern und Erwachsenen sicheres Schwimmen vermitteln, Rettungsschwimmer:innen ausbilden und Menschen im Ernstfall helfen: Wolfgang Dietel, seine Tochter Anke Leßmann und Enkeltochter Anné Leßmann engagieren sich beim ASB-Ortsverband Riesa mit großem Einsatz für andere Menschen. Für dieses generationenübergreifende Ehrenamt wurden sie im Mai vom ASB-Bundesverband als „Freiwillige des Monats“ ausgezeichnet.

Kinderschwimmen, Wasserrettung und Katastrophenschutz 
Die Geschichte des Engagements der Familie reicht weit zurück: Wolfgang Dietel legte bereits 1971 seine Rettungsschwimmerprüfung ab und war viele Jahre im Freibad sowie an der Ostsee im Einsatz. Seit inzwischen 35 Jahren trainiert er Kindergruppen und begeistert junge Menschen für das Rettungsschwimmen. Auch heute noch, im Ruhestand, engagiert er sich dafür mit großer Leidenschaft und ist außerdem im Katastrophenschutz als Rettungsbootführer und Sanitätshelfer aktiv. Er betont: „Es ist großartig, Kindern das Schwimmen beizubringen, was mir immer noch sehr viel Spaß macht. Im Katastrophenschutz und in der Wasserrettung sind wir eine sehr gut funktionierende Einheit, die im Ernstfall anderen hilft.“

Engagement für sicheres Schwimmen
Tochter Anke Leßmann kommt ursprünglich aus dem Schwimmsport und war bereits in jungen Jahren als Rettungsschwimmerin tätig. Spielerisch vermittelt sie sicheres Schwimmen und Tauchen beim Schwimmunterricht und in der Ausbildung neuer Rettungsschwimmer:innen. Was sie dabei motiviert, ist, „dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, sicher schwimmen zu lernen“. Für Anke Leßmann ist es selbstverständlich, sich als Rettungsschwimmerin auch im Katastrophenschutz zu engagieren.

Mit Anné Leßmann setzt inzwischen die dritte Generation das Engagement fort. Seit 2021 engagiert sie sich beim ASB, zunächst im Impfteam während der Corona-Pandemie, später auch in der Wasserrettung sowie beim Kinderschwimmen und in Seepferdchen-Kursen. Bereits als Kind hat sie viel Zeit in der Schwimmhalle verbracht, durch diesen Bezug hat sie früh begonnen, sich selbst einzubringen. Das Ehrenamt bedeutet ihr auch persönlich viel: „Beim ASB treffe ich viele nette Menschen – es ist ein sehr herzliches Miteinander, und man fühlt sich einfach willkommen.“ Für ihr generationenübergreifendes Ehrenamt wurde Familie Dietel/Leßmann vom ASB-Bundesverband auf einer Bootsfahrt geehrt.

Text: Christiane Walde