Starke ASB-Bündnispartner: Ratschlag Kinderarmut
Gemeinsam für die Rechte der Kleinsten
Kinderarmut kann nur beseitigt werden, wenn alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen erhalten.
In Deutschland entscheiden soziale Herkunft und Wohnort noch immer maßgeblich über die Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen. Das schränkt ihre Chancen auf Gesundheit, Bildung, Teilhabe, politische Beteiligung sowie ihre persönliche Entwicklung ein. Mehr als jedes fünfte Kind wächst in Deutschland in Armut auf. Das sind 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Im Ratschlag Kinderarmut setzt sich der ASB gemeinsam mit zahlreichen Verbänden, Gewerkschaften, weiteren Organisationen und Einzelpersonen dafür ein, die Ursachen von Kinderarmut zu bekämpfen. Das Bündnis wurde 2016 auf Initiative der Nationalen Armutskonferenz (nak) gegründet und verfolgt das Ziel, Kinderarmut politisch stärker in den Fokus zu rücken und Druck für Veränderungen aufzubauen.
Ein gutes Aufwachsen für alle ermöglichen
Mit gemeinsamen Positionierungen zu Gesetzes- und Haushaltsdebatten macht der Ratschlag Kinderarmut auf strukturelle Defizite aufmerksam: Gefordert werden mehr Investitionen in soziale Infrastruktur, eine verlässliche Absicherung von Familien sowie eine stärkere politische Priorisierung des Themas. Das Bündnis betont, dass Aufwachsen in Armut nicht nur Zukunftschancen einschränkt, sondern auch Kinderrechte verletzt.
Armut ist kein individuelles Versagen
Kinderarmut stellt faktisch ein strukturelles Pro-blem dar und ist kein individuelles Versagen. Der ASB setzt sich mit dem Bündnis dafür ein, dass von Armut betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Familien die Solidarität, Wertschätzung und Unterstützung erhalten, die ihnen zustehen. Die Kinder- und Jugendhilfe hat beim ASB einen festen Platz: In über 900 Einrichtungen und Diensten sowie 430 Kitas engagieren sich rund 7.160 Beschäftigte für Familien, Kinder und Jugendliche nach dem Motto „Mit uns kannst du wachsen!“. Insgesamt betreut der ASB rund 37.000 Kinder und Jugendliche über alle Angebote hinweg.
Text: Christiane Walde