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Wir im ASB

Liebe Samariterinnen und Samariter,

eine Ära geht zu Ende für den ASB-Bundesverband. Nachdem er bereits 15 Jahre als Landesgeschäftsführer in Hamburg tätig gewesen war, übernahm Knut Fleckenstein im Oktober 2010 das Amt des Bundesvorsitzenden. Er brachte damit viel Erfahrung aus dem Innern des ASB mit, gepaart mit dem Weitblick und der Offenheit eines leidenschaftlichen Europäers. Vor allem aber kam er mit dem festen Glauben daran, dass sich die Stärke einer Gesellschaft daran zeigt, wie sie mit den Menschen umgeht, die Unterstützung brauchen. Nach 16 Jahren an der Bundesspitze des ASB verabschiedet sich Knut Fleckenstein nun aus diesem Amt. Ein Abschied, der uns allen schwerfällt.

Uns verbindet die besondere DNA des Verbandes, hier und jetzt zu helfen. So hat Knut Fleckenstein nie vorschnell akzeptiert, dass etwas eben nicht geht. Er wollte Menschen kennenlernen, ihre Geschichten hören und verstehen, was sie bewegt. Das galt für Gespräche mit Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen und Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen waren, gleichermaßen. Mit seinem Gespür dafür, wo man ansetzen muss, hat er den Verband durch manchmal bewegtes Wasser in eine stabile Zukunft gelenkt – wie es Männer von der Waterkant besonders gut können.

Sein Blick reichte dabei immer über den Tellerrand hinaus. Als Präsident von Samaritan Inter-national zeigte er, dass helfende Hände keine Landesgrenzen kennen. Weder bei der Seenotrettung im Mittelmeer oder beim Wiederaufbau nach Katastrophenfällen noch bei der Unterstützung für die Menschen in der Ukraine. Unvergessen bleibt mir unsere Reise nach Kyjiw, wo wir zu Beginn des russischen Angriffskrieges unsere Schwesterorganisation SSU vor Ort unterstützt haben.

Genauso selbstverständlich war für ihn der Einsatz für die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, die Wohnungslosen, die Pflegebedürftigen, die alten Menschen. Gleichzeitig wusste er, wie wichtig es ist, junge Menschen für den Gedanken der Solidarität zu begeistern. Deshalb lag ihm auch die Arbeiter-Samariter-Jugend am Herzen.

Ob als Vermittler, Wegbereiter oder im Dialog gegenüber der Politik: Knut Fleckensteins markante Stimme wurde gehört und ernst genommen. Er hat nie gezögert, Haltung zu zeigen und sich gegen Rechtspopulismus einzusetzen. Seine Überzeugung war dabei klar: Der ASB steht an der Seite derjenigen, die Demokratie, Menschenwürde und Zusammenhalt leben und verteidigen.

Wer Knut Fleckenstein kennt, kennt auch seinen norddeutschen Humor. Manchmal trocken, manchmal mit einem Augenzwinkern. Doch hinter jedem Satz steckt ein ehrliches Interesse an den Menschen. Lieber Knut, im Namen des ASB danke ich dir von Herzen für deinen Einsatz, deine visionäre Kraft und deine Freundschaft. Ich freue mich, dass du uns als wahrer Samariter verbunden bleibst.

Dem Hamburger Knut möchte ich die weisen Worte der Legende Trude Herr aus meiner Heimatstadt Köln mit auf den Weg geben: „Niemals geht man so ganz – irgendwas von dir bleibt hier.“

Ihre

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Katarina Barley,
ASB-Präsidentin