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Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

was hält unsere Demokratie lebendig? Prof. Dr. Gesine Schwan gab auf dem ASB-Sommerfest in Berlin eine einfache wie kluge Antwort: Menschen, die selbst denken und gemeinsam handeln. Dieser Gedanke hat uns auch bei dieser Ausgabe begleitet. Alle Beiträge machen deutlich: Demokratie zeigt sich nicht nur in Parlamenten oder bei Wahlen.

Da ist die Familie Dietel und Leßmann aus Riesa, sie bringen Kindern und Erwachsenen sicheres Schwimmen bei. Das ist gelebte Verantwortung über drei Generationen hinweg. Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zeigen Studien im Rahmen unseres Resilienzprogramms außerdem, dass Krisenfestigkeit nicht allein durch bessere Warnsysteme entsteht. Sie wächst dort, wo Ehrenamt gelebt wird und Menschen in Notsituationen sogar bei ihnen fremden Nachbarn klingeln. Auch Dr. Christiane Averbeck macht im Interview deutlich, warum für den Klimaschutz starke lokale Netzwerke und eine engagierte Zivilgesellschaft unverzichtbar sind.

Diese Ausgabe ist zugleich eine besondere. Die Verleihung des Annemarie-Renger-Preises an Iris Berben erinnert daran, wie wichtig Haltung für eine lebendige Demokratie ist. Und nach 16 Jahren verabschiedet sich Knut Fleckenstein als Bundesvorsitzender des ASB. Er hat unseren Verband als Brückenbauer geprägt und immer wieder daran erinnert, dass Hilfe und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar zusammengehören.

Vielleicht ist genau das die Antwort auf die Frage vom Anfang: Demokratie lebt von Menschen, die nicht warten, sondern handeln – im Ehrenamt, im Beruf und im Alltag. Der ASB zeigt jeden Tag, wie das gelingen kann.

Bleiben Sie engagiert!

Diana_Unterschrift

Diana Zinkler,
Leitung Kommunikation