
Sachsen
Eine starke Gemeinschaft für Kinder und Jugendliche
Wissen vermitteln und Freizeit gestalten: Die ASJ Sachsen ist vielfältig engagiert

Der neu gewählte Landesvorstand mit Udo Singer (3. v. l.) an der Spitze und dem neuen Präsidenten des Landesverbandes Dr. Matthias Czech (2. v. l.), Dirk Schlegel (Landeskontrollkommission, 4. v. r.) sowie Landesgeschäftsführer Matz Mattern (1. v. l.).
Der ASB in Sachsen hat einen neuen Landesvorsitzenden. Die Delegierten der Regional-, Kreis- und Ortsverbände wählten auf der Landeskonferenz am 29. Juni in Dresden Udo Singer in dieses Amt. Den langjährigen Landesvorsitzenden Dr. Matthias Czech benannten die Teilnehmenden zum Präsidenten des Landesverbandes.
Dr. Matthias Czech verabschiedete sich mit persönlichen Worten: „Wir haben gemeinsam viel geschafft. Mich macht das Erreichte sehr stolz“, sagte der 70-jährige Mediziner, der den Landesvorsitz 2007 übernommen hatte. „Die Verbindung verantwortlicher beruflicher Tätigkeit mit diesem herausfordernden Ehrenamt wäre ohne die Unterstützung meiner Familie nicht möglich gewesen. Vielen Dank hierfür.“ Der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein würdigte das langjährige Engagement Dr. Czechs.
Der neue Landesvorsitzende Udo Singer dankte den Delegierten nach seiner Wahl für deren Vertrauen. Sein Anliegen sei es, eine starke Stimme für die rund 5.700 Mitarbeitenden, etwa 1.000 Ehrenamtlichen und die mehr als 71.500 Mitglieder im ASB Sachsen zu sein.
Staatsminister: Bevölkerungsschutz stärken
In seinem Impulsvortrag dankte Sachsens Innenminister Armin Schuster allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten im ASB, die Verantwortung für andere übernehmen. „Sie sind da, wenn Hilfe am dringendsten gebraucht wird“, so der Staatsminister. „Die Samariterinnen und Samariter leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft – ob im Rettungsdienst, Katastrophenschutz oder in der sozialen Arbeit.“ Der Innenminister bezeichnete den ASB als verlässlichen Partner, auf den man bei Fluten, in Pandemien oder im täglichen Einsatz bauen könne. „Sie sind ein Fels gegen schlechte Stimmung im Land. Ich bin froh, dass Sie da sind!“
Schuster unterstrich ferner die Notwendigkeit, den Bevölkerungsschutz weiterzuentwickeln. Hierzu gehörten eine Reform der Notfallversorgung, die Stärkung der Strukturen von Zivil- und Katastrophenschutz sowie die Förderung des Ehrenamtes. „Wir müssen unsere Krisenvorsorge resilienter machen, hybride Bedrohungslagen bedenken und Strukturen finanziell stärken, die allzu lang vergessen wurden“, sagte Schuster. Hier sehe er insbesondere den Bund in der Pflicht.
Mehr zur Landeskonferenz und zur neuen Zusammensetzung von Landesvorstand und Landeskontrollkommission finden Sie hier.
Text: Martin Gey
Selbstständigkeit und Lebensqualität erhalten
Pflegelotsen des ASB Neustadt/Sachsen unterstützen mit Rat und Tat
So lange wie möglich selbstbestimmt den Alltag gestalten – das wünschen sich die meisten Menschen. Doch mit zunehmendem Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen entstehen oft Situationen, die Betroffene und Angehörige vor Herausforderungen stellen. Unterstützung bietet hier das Projekt „ASB-Pflegelotse“.
Getragen vom ASB-Ortsverband Neustadt/Sachsen und gefördert von der Europäischen Union sowie dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, bietet das Projekt kostenlose Beratung rund um Vorsorge, Pflege und selbstständiges Leben im Alter. Die Pflegelotsen Christian Kowalow und Katrin Berthold begleiten Menschen dabei, frühzeitig passende Lösungen für ihre individuelle Lebenssituation zu finden.
Vielfältige Themen
Im Mittelpunkt steht der Erhalt von Selbstständigkeit und Lebensqualität. Ziel ist es, Pflegebedürftigkeit möglichst hinauszuzögern und Betroffene rechtzeitig über Unterstützungsangebote zu informieren. Dabei richtet sich die Beratung nicht nur an Senior:innen. Auch Angehörige, Nachbar:innen oder Familien in schwierigen Lebenslagen finden hier Rat und Hilfe. Die Themen sind vielfältig: Fragen zur Pflege, zu Hilfsmitteln für den Alltag, zu Vorsorgevollmachten oder Betreuungsmöglichkeiten gehören ebenso dazu wie die Vermittlung von Selbsthilfeangeboten. Viele allein lebende ältere Menschen suchen zudem nach Möglichkeiten für soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe.
Zeit für persönliche Gespräche
Dabei geht es oft um mehr als reine Informationen. Nicht selten sind Angehörige durch die Pflegesituation belastet oder Betroffene sorgen sich um ihre Zukunft. Die Pflegelotsen nehmen sich Zeit für persönliche Gespräche und stehen den Ratsuchenden mit fachlicher Kompetenz und Verständnis zur Seite.
Das Angebot wird in der Region sehr gut angenommen, die Zahl der Anfragen steigt kontinuierlich. Rund 90 Prozent der Beratungen finden direkt bei den Menschen zu Hause statt. Zusätzlich werden regelmäßige Sprechstunden an verschiedenen Standorten angeboten. Ergänzt wird das Angebot durch Schulungen, beispielsweise zum Thema Demenz.
Die Bilanz des ersten Jahres fällt positiv aus: Das Projekt hat sich in der Region etabliert und schließt eine wichtige Versorgungslücke. Es zeigt, wie wertvoll eine persönliche und frühzeitige Beratung sein kann, damit Menschen möglichst lange ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen führen können.
Kontakt:
ASB-Ortsverband
Neustadt/Sachsen e. V.
Telefon: 01522/2530405
E-Mail: pflegelotse@asb-neustadt-sachsen.de
Text: Susan Schaffrath
