
Saarland

V. l. n. r.: Frank John, Nils Wagner, Guido Jost, Sabine Wölfle, Katharina Messinger, Sascha Haas, Marga Metz und Dr. Olaf Pick. Es fehlen: Klaus Maas, Thomas Otto, Manfred Rippel.
ASB-Landeskonferenz läutet neue Amtsperiode ein
Für die Werte des ASB einstehen, Mut und Solidarität zeigen
Die saarländischen Samariterinnen und Samariter kamen am Freitag, den 19. Juni 2026, zu ihrer ordentlichen Landeskonferenz zusammen. Guido Jost, der das Amt des Landesvorsitzenden seit 27 Jahren bekleidet, wurde von den Delegierten klar im Amt bestätigt.
Auf Beschluss der Landeskonferenz bleibt der Landesvorstand siebenköpfig. Zum Stellvertreter des Landesvorsitzenden wurde erneut Klaus Maas bestimmt, als weitere Vorstandsmitglieder wählten die Delegierten Katharina Messinger, Sascha Haas, Frank John, Thomas Otto und Nils Wagner. Der Landesvorstand bestimmt die strategischen Ziele des Verbandes auf Landesebene.
In die Landeskontrollkommission, die insbesondere die wirtschaftlichen Verhältnisse des Verbandes und das satzungsgemäße Handeln der Vorstände überwacht, wurden Marga Metz, Dr. Olaf Pick und Manfred Rippel gewählt.
Im letzten Wahlgang des Abends wurden die Delegierten zur ASB-Bundeskonferenz bestimmt. Das Votum fiel auf Klaus Maas, Monika Moritz, Christian Feld und Jacqueline Kaiser. Zu Ersatzdelegierten wurden Ingeborg Adam-Feld, Isabelle Stauner, Susanne Scheid und Heribert Feld gewählt. Die Bundeskonferenz wird Anfang November in Hamburg stattfinden.
In seiner Begrüßungsrede ging der Landesvorsitzende Guido Jost zunächst auf die Mitgliederversammlungen in den Gliederungen ein und zeigte sich zufrieden, dass in den neu gewählten Vorständen alle Altersgruppen vertreten sind. Positiv sei auch, dass langjährige Vorstände auf Mitglieder zugegangen sind und diese erfolgreich animiert haben, die Verbandsarbeit strategisch mitzugestalten.
Junge Menschen für die Werte des ASB begeistern
In seinem Rückblick auf die Amtszeit 2022 bis 2026 beleuchtete Guido Jost wichtige Meilensteine, wie den Umzug der ASB-Rettungswache Brebach in ein neues Gebäude, die Inbetriebnahme eines neuen Wünschewagens und die Eröffnung des ASB-Seniorendorfs „Domblick“ in St. Wendel. Auf Geschäftsführerebene sei ein Generationenwechsel erfolgt: Nach dem Ruhestandseintritt von Bernhard Roth habe dessen langjährige Stellvertreterin Sabine Schreiner die Landesgeschäftsführung übernommen. Ebenso hätten die Aufsichtsräte der Tochtergesellschaften mit der Ernennung von Lukas Münninghoff (GSE des ASB mbH) und Thomas Eibel (gem. Heimbetriebsgesellschaft mbH) für eine zukunftsorientierte Geschäftsführung gesorgt.
Angesichts der politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen könne der ASB mit seinem vielfältigen Engagement Verlässlichkeit demons-trieren und den Menschen Zuversicht vermitteln. Jost sei es daher ein Herzensanliegen, in den kommenden Jahren einen Fokus auf die Entwicklung der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit zu legen. Denn – so der Landesvorsitzende – es sei von existenzieller Bedeutung, gerade junge Menschen für die Werte des ASB zu begeistern.

Sabine Wölfle, Mitglied des ASB-Bundesvorstands, war als Gastrednerin geladen.
Katastrophenschutz braucht personelle und materielle Unterstützung
Ebenso wichtig sei der Ausbau des Fachbereichs Katastrophenschutz, der von Ehrenamtlichen getragen wird. Denn die Einsätze in diesem Bereich hätten infolge von Wetterereignissen und Beeinträchtigungen der kritischen Infrastruktur zugenommen. Wegen des Klimawandels werde dieser Trend anhalten. Da der Katastrophenschutz ein wichtiges Bindeglied zum Rettungsdienst ist, müsse die Nachwuchsarbeit auf Personengruppen zielen, die sich nicht bereits in der Feuerwehr oder im Rettungsdienst engagieren. Parallel wolle sich der Landesvorsitzende gegenüber der Politik für eine technisch zeitgemäße Ausstattung des Fachbereichs einsetzen. Im Hinblick auf die im Saarland angestoßene Verbesserung der zivil-militärischen Zusammenarbeit hätten die Samariterinnen und Samariter mit ihrer aktiven Teilnahme an den Übungen SAAREX 25 und SAAREX 26 bereits deutlich gemacht, dass die Gesellschaft auch hier auf den ASB zählen kann.
Ebenso wie Gastrednerin Sabine Wölfle, Landesvorsitzende des ASB in Baden-Württemberg und Mitglied des Bundesvorstands, animierte Guido Jost die Samariterinnen und Samariter, sich in die anstehenden Reformprozesse einzumischen. Nicht Hass und Ausgrenzung, sondern Mut, Solidarität und Zusammenhalt seien die tragfähigen Säulen unserer Gesellschaft.

Samariter:innen des ASB Neunkirchen freuen sich über die Würdigung von Gisela Wagner (Mitte), die mit dem Samariter-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet wurde.
Samariter-Ehrenkreuz in Silber für Gisela Wagner
Zum Abschluss der Konferenz wurde Gisela Wagner mit dem Samariter-Ehrenkreuz in Silber geehrt. Sie hatte vor einigen Jahren trotz schwerer Krankheit den Vorsitz des ASB-Ortsverbandes Neunkirchen übernommen und für dessen finanzielle Stabilisierung gesorgt. Dank ihres Engagements konnte die Gliederung einen organisatorischen Neustart vollziehen. Guido Jost würdigte die Samariterin als mutige und außergewöhnliche Frau und bestärkte die Versammlungsteilnehmer:innen: „Der Erfolg dieses Engagements soll uns Ansporn sein, gerade in Zeiten wie diesen für die Werte des ASB und den Erhalt unserer Demokratie einzustehen.“
Text: Sabine Schreiner