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Eine spektakuläre Regenbogenpyrotechnik tauchte den Himmel in bunte Farben. Ein bewegender Moment, der das Motto sichtbar machte: Vielfalt und Inklusion.

Inklusiv und international

Der „Kick2Gether Euro Cup 2026“ verbindet auf dem Fußballplatz Menschen mit und ohne Behinderung

Nachdem das erste Turnier 2024 so erfolgreich war, dass der Trainingsplatz der Germania Zündorf 1913 e. V. bei der zweiten Auflage aus allen Nähten zu platzen schien, musste ein neuer Austragungsort gefunden werden: das Kölner Südstadion. Rund 50 Mannschaften traten am 30. Mai bei dem internationalen Turnier auf dem Platz der Heimspielstätte des SC Fortuna Köln e. V. an. Angereist waren sie aus Köln und dem Umland, aber auch aus der Türkei, der Schweiz oder Polen.

Punkt 10 Uhr eröffnete Gökhan Erdek, Initiator der Veranstaltung, das Turnier auf der Bühne. Nach den Begrüßungsworten tauchte eine spektakuläre Regenbogenpyrotechnik den Himmel in bunte Farben – ein bewegender Moment, der das Motto sichtbar machte: Vielfalt und Inklusion. Bei strahlendem Sonnenschein traten die nach Stärken eingeteilten Gruppen hoch motiviert auf mehreren Feldern bis in den Nachmittag gegeneinander an.

Gegen 16 Uhr wurde abgepfiffen. Nachdem die 1.-FC-Köln-Cheerleader ihr Können präsentierten und Fußballlegende Toni Schumacher den Mannschaften seinen Respekt zollte, stellten sich alle zur Siegerehrung auf. Unter dem Motto „Erlebnis vor Ergebnis“ erhielten alle Fußballer:innen eine Medaille. Bei kölscher Stimmungsmusik der Funky Marys, des Chors Laut aber schief sowie der Räuber klang der Tag aus.

2016 gründete Gökhan Erdek eines der größten inklusiven Fußballteams Deutschlands – acht Jahre später entstand die Idee zum Turnier. „Es gab kein vergleichbares internationales Turnier für Menschen mit Behinderung. Ich wollte dieses Thema einfach mehr in die Öffentlichkeit bringen“, sagt Erdek. „Künftig soll der Cup alle zwei Jahre stattfinden – angelehnt an Turniere wie die EM und die WM.“

Der ASB Köln war mit vollem Einsatz dabei und übernahm ehrenamtlich die sanitätsdienstliche Absicherung. Am Spielfeldrand gab die Abteilung Notfallausbildung Einblicke in die Erste Hilfe und informierte über verschiedene Kurse. Unterstützt wird das Projekt durch den ASB NRW e. V.

Dr. Stefan Sandbrink, Landesgeschäftsführer des ASB NRW, betonte: „Der Kick2Gether Euro Cup zeigt eindrucksvoll, was Inklusion im Sport wirklich bedeutet: nicht nur Angebote zu schaffen, sondern echte Begegnung zu ermöglichen. Wenn Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf dem Platz stehen, entstehen Momente, die Berührungsängste abbauen und Verständnis füreinander wachsen lassen. Genau das ist der Kern von Chancengerechtigkeit. Wir sind dankbar, dass es Menschen wie Gökhan Erdek gibt, die diese Vision mit so viel Engagement in die Realität umsetzen – und unterstützen dieses Projekt sehr gerne.“

Text: Iris Howe, ASB Köln

Die Auszeichnung des Sozialministeriums unter Minister Karl-Josef Laumann soll den vielfältigen Initiativen und Organisationen in der Seniorenarbeit Anerkennung entgegenbringen.

Geschichten, die das Leben schreibt

Projekt „Geschichtsschreiber“ erhält Ehrenamtspreis

Kindheiten im Schatten des Krieges. Erzählungen von Heimat und Flucht, Liebe und Verlust, Höhen und Tiefen. Mal als mahnende Botschaft, mal als schöne Erinnerung lesen sich die vielfältigen Lebensgeschichten von Senior:innen. Gesammelt werden sie seit 2007 im Projekt „Geschichtsschreiber“ des ASB Region Düsseldorf.

Ehrenamtlich Schreibende treffen auf Erzählende mit unterschiedlichsten Biografien. Eine Begegnung, die nicht nur Erinnerungen bewahrt. Erzählende, die mitgemacht haben, berichten etwa: „Das Projekt hat mir geholfen, meine eigene Vergangenheit und die meiner Familie zu begreifen.“ Oder: „Endlich erzählen! Darauf habe ich gewartet.“

Das Projekt verbindet Menschen verschiedener Generationen und wirkt so Einsamkeit entgegen. Das hat die Fachjury des Preises „Ehrenamt schafft Begegnung – Bürgerschaftliches Engagement in der Seniorenarbeit“ überzeugt.

183 Projekte haben sich auf diese vom Sozialministerium Nordrhein-Westfalen erstmalig ausgelobte Auszeichnung beworben. Die „Geschichtsschreiber“ wurden bei der Preisverleihung am 26. März zu einem der zehn Siegerprojekte gekürt.

Insgesamt 270 Freiwillige haben in 19 Jahren in Düsseldorf und neun Jahren in Krefeld die Lebensgeschichten niedergeschrieben. Rund 350 Biografien sind bisher entstanden. Jeder Projektdurchlauf wird begleitet von Fortbildungen und Austauschmöglichkeiten. Am Ende erhalten alle Erzählenden und Schreibenden ein gebundenes Exemplar des gemeinsam erarbeiteten Buches.

„Wir freuen uns über das große und ehrenamtliche Engagement der vielen Projektbeteiligten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Austauschs zwischen den Generationen und stellen sicher, dass der wertvolle Erinnerungsschatz vergangener Zeiten nicht verloren geht“, so Michael Hallen, Vorstandsvorsitzender des ASB Region Düsseldorf. Während einige Projektteilnehmende ihre Lebensgeschichte lieber für sich behalten möchten, wünschen sich andere, dass ihre Erfahrungen in die Welt getragen werden. Auf dem Internetblog der Geschichtsschreiber (geschichtsschreiber-asb.de) und in der Anthologie „Heimat im Gepäck” (erhältlich im Buchhandel) werden Auszüge aus den Texten veröffentlicht.

Die Auszeichnung des Sozialministeriums unter Minister Karl-Josef Laumann soll den vielfältigen Initiativen und Organisationen in der Seniorenarbeit Anerkennung entgegenbringen. Bärbel

Deußen, Koordinatorin der „Geschichtsschreiber“, ist erfreut, „dass das großartige Engagement der Ehrenamtlichen mit dieser Veranstaltung landesweit hervorgehoben und offiziell gewürdigt wird. Wir bedanken uns für die Auszeichnung und die damit verbundene Wertschätzung durch das Ministerium. Sie zeigt, dass unser Projekt eine nachhaltig positive Wirkung für die Menschen in unserer Region hat.“

Text: Marcel Mücke, ASB Düsseldorf