
Baden-Württemberg
Nachwuchs für den Schulsanitätsdienst am CLG in Laupheim
Einsatz mit Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft
Der Schulsanitätsdienst am Carl-Laemmle-Gymnasium (CLG) in Laupheim freut sich über Verstärkung: Zwölf Schülerinnen und Schüler haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und unterstützen künftig das Team der Schulsanitäter:innen. Damit sind aktuell insgesamt 32 engagierte Jugendliche im Einsatz, um bei Unfällen, Verletzungen oder gesundheitlichen Problemen schnell Erste Hilfe zu leisten.
Seit mehr als 15 Jahren bildet der ASB Baden-Württemberg am CLG junge Menschen für den Schulsanitätsdienst aus. Im vergangenen Schuljahr entschieden sich zwölf Jugendliche aus den siebten Klassen für die Teilnahme an der Ausbildung. In mehr als 35 Unterrichtseinheiten erwarben sie wichtige Kenntnisse und praktische Fähigkeiten in der Ersten Hilfe. Rettungssanitäter und ASB-Ausbilder Joel Ortlieb vermittelte unter anderem Maßnahmen zur Wiederbelebung, die stabile Seitenlage, Verbandtechniken sowie rechtliche Grundlagen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praxisnahen Übungen.
Zum Abschluss der Ausbildung mussten die Teilnehmenden ihr Wissen in einer schriftlichen Prüfung sowie in praktischen Fallbeispielen unter Beweis stellen. Unterstützt wurde die Ausbildung von Rettungssanitäter Jerome Haber. Alle Jugendlichen bestanden die Prüfung erfolgreich und erhielten ihre Ausweise sowie eine kleine Anerkennung.
Betreut wird der Schulsanitätsdienst von Studienrätin und Erste-Hilfe-Ausbilderin Sarah Hörger. Die Schulsanitäter:innen sind über einen Dienstplan organisiert und werden im Bedarfsfall per App alarmiert. Im Schulalltag und bei Veranstaltungen leisten sie durchschnittlich rund drei Einsätze pro Tag. Regelmäßige Fortbildungen und Übungen sorgen dafür, dass das Wissen stets aktuell bleibt. Ein besonderes Highlight erwartet die Gruppe demnächst beim Besuch des Rettungshubschraubers „Christoph 22“ in Ulm. So verbindet der Schulsanitätsdienst fachliches Lernen mit praktischem Engagement und stärkt zugleich Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft junger Menschen.
Die neuen Schulsanitäter:innen des CLG Laupheim.
Auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist Bestandteil der Ausbildung.
Text: Denise Jakob
Pflege trifft Digitalisierung
Kennenlerntag bringt Auszubildende aus ganz Baden-Württemberg zusammen

Landesgeschäftsführer Sterley begrüßte die Teilnehmenden.
Der Kennenlerntag 2026 für die Pflege-Auszubildenden des ASB Baden-Württemberg stand ganz im Zeichen der Digitalisierung. Im NH Stuttgart Airport in Filderstadt begrüßte Landesgeschäftsführer Lars-Ejnar Sterley die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung digitaler Kompetenzen für die Pflege von morgen. Digitale Dokumentation, vernetzte Kommunikation und Assistenzsysteme seien längst Teil des Arbeitsalltags und könnten dazu beitragen, Qualität und Effizienz in der Versorgung zu stärken.
Bereits am Vorabend nutzten viele Auszubildende und Praxisanleitende die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. In einer offenen Atmosphäre entstanden erste Kontakte und Gespräche über Ausbildung, Praxiserfahrungen und die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Pflege.
Unter dem Motto „Testen. Ausprobieren. Verstehen.“ gewannen die Teilnehmenden beim Kennenlerntag praxisnahe Einblicke in moderne Technologien. In Zusammenarbeit mit dem Landeskompetenzzentrum Pflege & Digitalisierung Baden-Württemberg konnten sie verschiedene digitale Anwendungen kennenlernen und direkt ausprobieren. An interaktiven Praxisstationen wurde deutlich, wie digitale Lösungen den Pflegealltag unterstützen können, ohne die pflegerische Fachkompetenz zu ersetzen. Auch die Praxisanleitenden profitierten von einem eigenen Angebot: In einem Workshop zum Thema „KI in der Dokumentation“ wurden Möglichkeiten und Grenzen künstlicher Intelligenz in der Pflegedokumentation vorgestellt und diskutiert.
Mit dem Kennenlerntag setzt der ASB Baden-Württemberg ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte Ausbildung. Ziel ist es, angehende Pflegefachpersonen frühzeitig an digitale Werkzeuge heranzuführen und sie aktiv auf die Anforderungen der modernen Pflege vorzubereiten. Fazit: Technik kann unterstützen, der Mensch bleibt jedoch im Mittelpunkt. Gute Pflege lebt von Kompetenz, Empathie und einem starken Miteinander. Die Veranstaltung bot dafür die passende Kombination aus fachlichem Input, praktischen Erfahrungen und persönlicher Vernetzung.

Teilnehmerinnen testen die Tovertafel.
Text: Denise Jakob

