Bei der Preisverleihung gab es auch eine Podiumsdiskussion, mit dabei Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten (in Blau), und der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert (2. v. r.).

Ein Abend der Wertschätzung

ASB Witten wurde mit dem Shimon-Peres-Preis ausgezeichnet

Der ASB-Kreisverband Witten hat den Shimon-Peres-Preis 2025 erhalten. Die Auszeichnung wurde am 7. Dezember 2025 im Peres Center for Peace & Innovation in Tel Aviv-Jaffa verliehen – erstmals vor Ort in Israel und im Jahr des 60. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Der Preis würdigt Projekte, die Dialog, Austausch und Solidarität stärken.

Für Kirsten Schäfer, Geschäftsführerin des ASB-Kreisverbandes Witten, war die Reise auch geprägt von der besonderen Stimmung im Land. „Tel Aviv war viel ruhiger, als ich es erwartet hatte. Gleichzeitig gibt es überall Gedenkorte für die Opfer des 7. Oktobers. Das hat mich sehr bewegt“, sagte sie. Die Präsenz der jüngsten Geschichte begleitete die Gäste aus Witten bis zur Verleihung.

Um 19 Uhr begann die Preisverleihung, moderiert auf Deutsch und Hebräisch – als bewusstes Zeichen der Verständigung. Musikalisch wurde der Abend vom Tamari Project begleitet, das an die am 7. Oktober ermordete Musikerin Tamar Kedem Siman Tov erinnerte. Prof. Tsvia Walden, Tochter von Shimon Peres, sowie Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, und Brigitte Zypries, frühere Bundesjustizministerin, würdigten die Preisträger:innen und betonten die Bedeutung von Dialog und Begegnung in schwierigen Zeiten.

Das Projekt des ASB Witten wurde als erstes ausgezeichnet – für „Austausch und Auszeit für israelische Notfallversorger:innen“, gefördert im Rahmen der NRW-Hilfsinitiative Shalom Chaveruth. Das Projekt richtete sich an israelische Fachkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV), die seit dem 7. Oktober 2025 unter enormer Belastung standen. Den Moment der Übergabe beschrieb Kirsten Schäfer so: „Ich durfte den Preis persönlich entgegennehmen. Als Tsvia Walden mich umarmte und sich für unsere Arbeit bedankte, war das für mich sehr berührend.“

Im Januar 2025 hatten bereits neun israelische Fachkräfte eine Woche in Witten verbracht; der nächste Besuch ist am 18. Januar 2026 mit 17 Teilnehmenden erfolgt. Das Preisgeld soll vollständig in die Weiterführung des Projekts fließen. Für Schäfer blieb der Abend ein besonderer Höhepunkt: „Dieser Preis ist für mich ein einmaliger Moment der Wertschätzung. Er zeigt, wie wichtig und richtig unsere Arbeit ist – und dass sie wirklich etwas bewirkt.“

Bei der Preisverleihung im Peres Center in Tel Aviv: Kerstin Griese, MDB, Kirsten Schäfer, ASB-Geschäftsführerin KV Witten, Bundesministerin a. D. Brigitte Zypries (v. l., vordere Reihe). Hintere Reihe: Eyal Kravitz und Daniel Shermon, Projektteilnehmer aus Israel, Robin Scheffel, Projekteilnehmer aus Witten, Benjamin Schuldt, ASB-Bundesvorstand, Marco Cascon und Daniel Niewrzol, Teilnehmer aus Witten, Keren Mifano und Amitay Lev, israelische Teilnehmende (v. l.).

Bei der Preisverleihung im Peres Center in Tel Aviv: Kerstin Griese, MDB, Kirsten Schäfer, ASB-Geschäftsführerin KV Witten, Bundesministerin a. D. Brigitte Zypries (v. l., vordere Reihe). Hintere Reihe: Eyal Kravitz und Daniel Shermon, Projektteilnehmer aus Israel, Robin Scheffel, Projekteilnehmer aus Witten, Benjamin Schuldt, ASB-Bundesvorstand, Marco Cascon und Daniel Niewrzol, Teilnehmer aus Witten, Keren Mifano und Amitay Lev, israelische Teilnehmende (v. l.).

Text: Diana Zinkler