München

München

KITlerin-Betreuung_300dpi

Das KIT-München begleitet und betreut in einem Pilotprojekt Familien in den pädiatrischen Akutstationen der LMU.

Neues Pilotprojekt KIT-Klinik

Kooperation mit den pädiatrischen Akutstationen der LMU

Während die Seelsorge in Münchner Kinderkliniken zu den Regelzeiten die psychosoziale Betreuung von Angehörigen übernimmt, war in den Randzeiten bislang keine flächendeckende Versorgung möglich. Hier setzt ein neues Pilotprojekt des Krisen-Interventions-Teams München (KIT-München) an.

Seit mehr als 31 Jahren ist das KIT-München ein international anerkannter Vorreiter in der Psychosozialen Notfallversorgung. Neben regionalen Einsätzen begleitete das Team auch internationale Katastrophen wie den Terroranschlag auf die Twin Towers oder den Germanwings-Absturz. Diese langjährige Expertise bringt das KIT-München nun in die Münchner Kinderkliniken, wo sie bislang nicht rund um die Uhr verfügbar war.

In Kooperation mit den Pädiatrischen Akutstationen der LMU (Klinikum München) schließt das KIT-München seit März 2025 eine zentrale Versorgungslücke. Ziel ist es, Familien in akuten und emotional belastenden Situationen zu unterstützen und in medizinische Abläufe einzubinden. In unmittelbaren Stresssituationen, etwa im Schockraum, stehen die Ehrenamtlichen den Eltern zur Seite, erklären Prozesse und ermöglichen es ihnen, ihr Kind zu begleiten, ohne das medizinische Personal zu behindern. In weniger akuten Situationen fungieren sie als Schnittstelle zwischen Behandlungsraum und Wartezimmer und begleiten Gespräche mit dem Klinikpersonal.

Zur lückenlosen Weiterbetreuung erfolgt nach Abschluss der Akutversorgung eine strukturierte Übergabe an die psychische Betreuungsstelle des Krankenhauses. Eingesetzt werden ausschließlich erfahrene Ehrenamtliche, die regelmäßig geschult und supervidiert werden.

Ergänzend verfolgt das Projekt einen präventiven Ansatz: Das medizinische Personal wird in Deeskalation geschult. Die Initiative stellt einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der psychosozialen Akutversorgung dar. Die Evaluation im März 2026 wird über eine mögliche Ausweitung auf weitere Münchner Kinderkliniken entscheiden, auch abhängig von entsprechenden Spenden.

Text: Jörn Taubert/Matilda Felsenheimer

Rettungsdienst

Eine Ausbildung im Rettungsdienst eröffnet jungen Menschen viele Möglichkeiten in einem spannenden beruflichen Umfeld.

Werde Samariter:in!

Ausbildung und Karriere beim ASB in Bayern

„Wofür stehen unsere drei Buchstaben A, S und B?“ – Fragen wie diese mussten beim Drehen jenes Glücksrads beantwortet werden, das am Messestand des ASB Bayern aufgebaut war. Die bayerischen Samariter:innen waren im Dezember auf der Nürnberger Messe „Berufsbildung“ präsent. Hier konnten sich Jugendliche aus dem gesamten Freistaat über die Ausbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Rettungsdienst, Kinderbetreuung, Pflege und Teilhabe informieren. Der ASB ist nicht nur ein traditionsreicher Wohlfahrtsverband, sondern auch ein moderner Arbeitgeber mit vielfältigen Karrierewegen.

Im Bereich Rettungsdienst bildet der ASB in seiner Berufsschule in Lauf an der Pegnitz junge Menschen zu Notfall- oder Rettungssanitäter:innen aus. Wer sich hingegen für Pflege interessiert, kann sich zum Beispiel zur generalistischen Pflegekraft ausbilden lassen und dabei ältere Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen professionell begleiten. Auch in der Kinder- und Jugendhilfe bietet der ASB spannende Aufgaben: von der Betreuung in Kindertagesstätten (als Erzieher:in oder Kinderpfleger:in) bis hin zur pädagogischen Arbeit in Freizeitprojekten. Hinzu kommt mit KiPrax eine neue und besonders praxisnahe Form der Kinderpflegeausbildung, die mit dem Schuljahr 2025/26 als Modellprojekt in Bayern gestartet iat. Ergänzt wird das Angebot durch Tätigkeiten im Bereich Teilhabe, wo Inklusion und individuelle Förderung im Mittelpunkt stehen – im Kern geht es dabei um die Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger:in.

Neben abwechslungsreichen Einsatzfeldern legt der ASB großen Wert auf attraktive Rahmenbedingungen (bezüglich Vergütung, Urlaub usw.). Fort- und Weiterbildungen sind fester Bestandteil der Personalentwicklung, sodass Mitarbeitende ihre Kompetenzen kontinuierlich ausbauen können. Die Broschüre „Ausbildung und Karriere beim ASB in Bayern“ zeigt, wie breit das Spek-trum an Möglichkeiten ist – von der praxisnahen Ausbildung bis hin zu langfristigen Entwicklungsperspektiven. Zudem enthält sie Informationen über die Freiwilligendienste FSJ und BFD sowie das duale Studium. Die Broschüre ist in einer Online-Variante unter www.asb-bayern.de/jobs zu finden.

Messe-digital

Vier Tage lang präsentierte sich der ASB auf dem Nürnberger Messegelände – und sorgte für viel Interesse.

Text: Moritz Wohlrab