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ASB_Magazin_Ambulante_Pflege

Der ambulante Pflegedienst des ASB besucht Elisabeth und Karl B. zweimal täglich.

Ambulante Pflege ist mehr als Versorgung

Unterstützung, die das Leben zu Hause weiter möglich macht

Pflege beginnt oft plötzlich: nach einem Sturz, einer Diagnose, oder wenn der Alltag allein nicht mehr zu bewältigen ist. Für viele Angehörige stellt sich dann die Frage: Wie schaffen wir das? Was viele nicht wissen: Ambulante Pflege kann weit mehr leisten als nur medizinische Versorgung – sie entlastet, begleitet und erhält Lebensqualität.

Ambulante Pflege bedeutet, dass Hilfe dorthin kommt, wo Menschen sich am wohlsten fühlen: nach Hause. Sie passt sich dem individuellen Alltag an – so viel Unterstützung wie nötig, so viel Selbstständigkeit wie möglich.

Was leistet ein ambulanter Pflegedienst?
Ein ambulanter Pflegedienst unterstützt in mehreren Bereichen:
Zur Behandlungspflege zählen beispielsweise Medikamentengabe, Verbandwechsel oder Injektionen – ärztlich verordnet und meist von der Krankenkasse übernommen.

Hinzu kommen pflegerische Leistungen wie Hilfe bei der Körperpflege, beim An- und Ausziehen, bei Toilettengängen, beim Essen oder bei der Mobilisation.

Auch im Alltag wird entlastet: Hauswirtschaftliche Unterstützung beim Einkaufen, Kochen, Waschen oder Reinigen schafft Freiräume.

Nicht zu unterschätzen sind Betreuungsangebote – Gespräche, emotionale Unterstützung und Hilfe, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Denn Pflege ist mehr als Versorgung.

So individuell wie das Leben
Wie oft ein ambulanter Pflegedienst kommt, richtet sich nach dem Bedarf: ein- oder mehrmals pro Woche, täglich oder auch mehrmals am Tag.

Sabine K., 52, kümmert sich um ihren Vater Heinrich, der nach einer Operation Pflegegrad 3 erhalten hat. Sabine arbeitet in Vollzeit und kann erst abends unterstützen. Morgens kommt daher der ambulante Pflegedienst, hilft beim Waschen, Anziehen und bereitet das Frühstück vor. „Ich weiß, dass mein Vater gut versorgt ist – und kann ruhiger zur Arbeit gehen“, sagt sie.

Jonas M., 38, lebt allein und hat aufgrund einer chronischen Erkrankung Pflegegrad 2. Besonders der Haushalt fällt ihm schwer. Zweimal pro Woche unterstützt ihn ein ambulanter Pflegedienst beim Einkaufen und bei der Wäsche. „So bleibt meine Energie für die Dinge, die mir wirklich wichtig sind“, erzählt er.

Elisabeth und Karl B. sind seit über 50 Jahren verheiratet. Karl hat Pflegegrad 4, Elisabeth möchte ihn unbedingt zu Hause pflegen. Morgens und abends kommt der ambulante Pflegedienst, unterstützt bei der Körperpflege, Mobilisation und im Haushalt. „Allein könnten wir das nicht schaffen“, sagt Elisabeth. „Aber gemeinsam geht es.“

Die ASB-Sozialstationen: Pflege und mehr
Die ASB-Sozialstationen in Hamburg stehen für drei Säulen: Pflege und Betreuung, Beratung und Entlastung Angehöriger sowie Begegnung und Teilhabe. Mit 18 Standorten sind die Sozialen Dienste des ASB hamburgweit erreichbar – aktuell auch mit freien Kapazitäten.

Der erste Schritt ist einfach
Ein Anruf unter der Nummer 040/8 33 98-245 oder eine E-Mail an asb-soziale-dienste@asb-hamburg.de genügt. In einem persönlichen Beratungsgespräch zu Hause werden der Unterstützungsbedarf geklärt, Leistungsansprüche gegenüber Kranken- und Pflegekassen erläutert, die Antragstellung unterstützt und weitere Angebote wie Hausnotruf oder Menüservice vorgestellt.

Gut zu wissen
Die Broschüre „Pflegebedürftig – was nun?“ gibt Orientierung und ist kostenlos in allen ASB-Sozialstationen erhältlich oder kann per Mail an asb-soziale-dienste@asb-hamburg.de bestellt werden.

Ambulante Pflege ist kein Verlust an Selbstständigkeit – sondern oft der Schlüssel, um sie zu bewahren.

Text: Petra Witt

Pflegekurstermine 2026

  • Spezialkurs „Letzte Hilfe“ in Eidelstedt (März)
    ASB-Sozialstation Eidelstedt,
    Johann-Schmidt-Str. 1, 22523 HH;
    1 x 4 Std., 16.00–20.00 Uhr
    (Donnerstag, 19.03.2026)

  • Spezialkurs „Letzte Hilfe“ in Barmbek (März)
    ASB-Sozialstation Barmbek,
    Barmbeker Markt 27, 22081 HH;
    1 x 4 Std., 16.00–20.00 Uhr
    (Dienstag, 24.03.2026)

  • Grundkurs „Zu Hause pflegen“ in Rissen (April)
    ASB-Sozialstation Elbgemeinden,
    Wedeler Landstr. 16, 22559 HH,
    2 x 8 Std., 09.00–17.00 Uhr (Montag/Dienstag, 13./14.04.2026)

  • Spezialkurs „Ein Leben mit Demenz“ in Finkenwerder (April)
    ASB-Sozialstation Finkenwerder;
    Butendeichsweg 2, 21129 HH;
    Wochenendkompaktkurs:
    (Freitag/Samstag, 17.04., 17.30–20.00 und 18.04.2026, 9.00–16.30 Uhr)

  • Grundkurs „Zu Hause pflegen“ in Wandsbek (Mai)
    ASB-Sozialstation Wandsbek,
    Brauhausstieg 52, 22041 HH,
    2 x 8 Std., 09.00–17.00 Uhr
    (Donnerstag/Freitag, 28./29.05.2026)

  • Spezialkurs „Ein Leben mit Demenz“ in Eidelstedt (Mai)
    ASB-Sozialstation Eidelstedt,
    Johann-Schmidt-Str. 1, 22523 HH;
    3 x 3 Std. (21.05., 28.05. und 04.06.2026,
    16.00–19.00 Uhr, donnerstags)

  • Spezialkurs „Letzte Hilfe“ in Sasel/Walddörfer (Mai)
    ASB-Sozialstation Sasel,
    Stadtbahnstraße 4a, 22393 HH;
    1 x 4 Std., 16.00–20.00 Uhr
    (Mittwoch, 27.05.2026)

Die Teilnahme an den Kursen ist kostenfrei.
Anmeldungen bitte in der Geschäftsstelle der Sozialen Dienste, Telefon: 040/8 33 98-245 oder per Mail an pflegekurse@asb-hamburg.de. Die Durchführung der Kurse erfolgt mit Unterstützung der BARMER.