Sachsen-Anhalt

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Wenn Technik Leben rettet: Innovation im Ehrenamt

Einsatz der Drohnenstaffel des ASB im Salzlandkreis

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Die Ehrenamtlichen der Drohnenstaffel trainieren regelmäßig, um jederzeit einsatzbereit zu sein.

Was heute ein fester Bestandteil moderner Gefahrenabwehr ist, begann in Aschersleben mit einer Idee: Ende 2018 wurde beim ASB-Regionalverband Salzlandkreis die erste Drohne, eine Yuneec H520, in den Dienst gestellt. Damals waren Drohnen im Katastrophenschutz in der Region kaum verbreitet. Mit technischem Interesse, privater Vorerfahrung und dem klaren Blick für mögliche Szenarien entstand eine spezialisierte Einheit, die heute aus dem Einsatzgeschehen nicht mehr wegzudenken ist.

Von Beginn an lag der Fokus auf praktischer Erfahrung. Die Drohnenstaffel unterstützte Polizei und Feuerwehren bei Personensuchen, dokumentierte Verkehrsunfälle aus der Luft und lieferte bei Brandeinsätzen wertvolle Lagebilder. „Ziel war es, Routine zu gewinnen, um im Ernstfall, etwa bei großflächigen Schadenslagen, schnell und präzise handeln zu können“, erklärt Ale-xander Kraus, Rettungssanitäter und Leiter der Drohnenstaffel.

Synergetische Strukturen, koordinierte Einsätze
Mit der Zeit entwickelte sich ein starkes Netzwerk. Besonders die enge Zusammenarbeit mit der Drohnenstaffel der DLRG Bernburg ermöglicht koordinierte Einsätze über Organisationsgrenzen hinweg. Auch mit der ASB-Rettungshundestaffel im Salzlandkreis entstanden synergetische Strukturen: Während Hunde Spuren am Boden verfolgen, liefern Drohnen aus der Luft entscheidende Hinweise und einen Überblick.

Heute setzt die Staffel auf moderne Technik wie die DJI M30T. Ausgestattet mit Wärmebildkamera, Zoomfunktion und hoher Flugstabilität kann sie selbst bei Dunkelheit oder schwierigen Wetterbedingungen eingesetzt werden. Gerade bei der Suche nach vermissten Personen bietet die Thermografie einen enormen Vorteil, da Körperwärme auch in unübersichtlichem Gelände sichtbar wird.

Wie wertvoll diese Fähigkeiten sind, zeigte ein Einsatz in Schönebeck im Salzlandkreis: Eine vermisste Person wurde durch die Polizei gemeldet. Gemeinsam mit der Drohnenstaffel der DLRG Bernburg wurde ein abgestimmtes Suchkonzept umgesetzt, unterstützt durch einen Polizeihubschrauber und weitere Kräfte.

Rettungshund und Technik erkunden gemeinsam
Ein Mantrailer des Rettungshundeverbundes Sachsen-Anhalt, in diesem Fall ein Hund der Feuerwehr Blankenburg (Harz), konnte schließlich eine Spur zu einem verlassenen Industriekomplex verfolgen. Das Gebäude und das angrenzende verwaiste Gelände wurden dann mit der Drohne erkundet. Aufgrund der Einsturzgefahr war ein Betreten dort nicht möglich.

Hier spielte die Technik ihre Stärke aus, da mithilfe der Drohne durch offene Fenster geschaut werden konnte. Im Einsatzverlauf wurde dann die vermisste Person das erste Mal im Gebäude gesichtet. Der Mann konnte lokalisiert werden und wurde gezielt angesprochen. Danach verließ er das einsturzgefährdete Gebäude eigenständig und wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes medizinisch versorgt.

Die Drohnenstaffel des ASB Salzlandkreis zeigt eindrucksvoll, wie Innovation und Ehrenamt zusammenwirken können. Sie steht exemplarisch für die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes – effizient, vernetzt und immer mit dem Ziel, Menschen in Not schnell zu helfen.

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Die DJI M30T wird hauptsächlich für die Personensuche eingesetzt.
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Die Ende 2018 gegründete Drohnenstaffel gehört zum Katastrophenschutz des Salzlandkreises.

Text: Claudio Jünemann