Sachsen

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Eine starke Gemeinschaft für Kinder und Jugendliche

Wissen vermitteln und Freizeit gestalten: Die ASJ Sachsen ist vielfältig engagiert

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Erste Hilfe lernen: Die ASJ hat das Anliegen, junge Menschen frühzeitig aufzuklären, wie sie Menschenleben retten können.
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Im Teddy-RTW wird das eigene Kuscheltier zum Patienten.

Es ist Dienstagnachmittag. Ortsjugendleiter Kevin bereitet gemeinsam mit Melina und Karl den großen Veranstaltungsraum im ASB-Objekt „Am Sonnenpark“ für die Gruppenstunde der Arbeiter-Samariter-Jugend Leipzig (ASJ) vor. Sie richten einen Stuhlhalbkreis und verschiedene Lernstationen ein. „Rund 20 Kinder und Jugendliche lernen heute spielerisch Erste Hilfe – von Reanimation über Druck- und Schulterverbände bis hin zum richtigen Vorgehen bei Mopedunfällen“, erzählt Karl.

Der 18-Jährige ist der Vorstandsvorsitzende der ASJ-Gruppe und absolviert sein drittes Lehrjahr zum Pflegefachmann. Seit 2023 ist er im Jugendverband des ASB aktiv. Außerdem engagiert er sich im Sanitätsdienst des Regionalverbandes. Etwas länger, seit 2021, ist seine Stellvertreterin Melina dabei. „Ich bin während der Corona-Pandemie zufällig im Internet auf die ASJ gestoßen. In jener Zeit der Isolation war es schön, zumindest online mit Menschen in Kontakt zu kommen“, blickt die 19-Jährige zurück. „Außerdem interessiere ich mich für medizinische Themen.“ Gemeinsam sorgen sie dafür, dass jede Gruppenstunde lehrreich, praxisnah und zugleich unterhaltsam ist. Das Miteinander- und Voneinanderlernen ist ihnen das Wichtigste.

Leipziger Spendenprojekt „Teddy-Rettungswagen“

Die ASJ Leipzig zählt rund 60 Mitglieder im Alter von sechs bis 27 Jahren. Eines ihrer wichtigsten Ziele ist es, Kinder und Jugendliche spielerisch für Erste Hilfe zu sensibilisieren. „Dabei geht es uns natürlich auch darum, gemeinsam Spaß zu haben und die Freizeit mit Ausflügen, im ASJ-Sanitätsdienst oder bei Erste-Hilfe-Wettkämpfen in Gemeinschaft zu verbringen“, erzählt Kevin. Der 25-Jährige ist das Bindeglied zwischen dem ASB-Regionalverband, bei dem er als Leiter Breitenausbildung und Engagement hauptamtlich beschäftigt ist, und der Leipziger ASJ-Gruppe, und er hält die Fäden zusammen.

Kevin hat auch den Teddy-Rettungswagen (RTW) initiiert. „Unsere Idee ist, den ersten Teddy-RTW Deutschlands an den Start zu bringen, um Kindern spielerisch die Angst vor medizinischer Hilfe zu nehmen und Wissen altersgerecht zu vermitteln“, erläutert der ausgebildete Erzieher. „Hierbei wird das eigene Kuscheltier zum Patienten.“ Bereits jetzt besuchen Kevin und seine Mitstreiter:innen Kindergärten, Schulen und Stadtteilfeste. Er sei dankbar für jede Unterstützung, die seine ASJ-Gruppe für das Projekt erhalte. Der besondere RTW werde zudem barrierefrei und inklusiv sein, damit er auch für Kinder mit Einschränkungen zugänglich ist. Mit diesem Konzept hat das Projekt auch Eingang in das Programm des ASB-Bundesverbandes zur Förderung sozialer Innovationen gefunden.

Ganztagsangebote in Görlitz und Zittau Josy, Lara und Judy sind indes in Ostsachsen für die ASJ aktiv, wo sie sich für den weiteren Ausbau von Ganztagsangeboten (GTA) starkmachen. Dabei arbeiten sie mit örtlichen Grund- und Oberschulen zusammen. Die drei kamen selbst über Ganztagsangebote oder Empfehlungen auf die ASJ und engagieren sich nun aktiv. Im Rahmen von GTA bieten sie und andere ehrenamtlich Aktive Erste-

Hilfe-Stunden, Modellbau und perspektivisch auch eine Theatergruppe an. Außerdem ist es den Gruppen in Görlitz und Zittau ein Anliegen, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk zu intensivieren.

Unterstützen auch Sie den Teddy-RTW der ASJ Leipzig! Erhalten Sie weitere Informationen über das Projekt und zum Spendenkonto: 
www.asb-leipzig.de/asj/teddy-rettungswagen

Text: Martin Gey

ASJ traf sich zur Landesjugendkonferenz

Rückblicke, Ausblicke und ein starkes Miteinander: Im März kam die Landesjugendkonferenz der Arbeiter-Samariter-Jugend Sachsen (ASJ) in Dresden zusammen. Rund 30 Teilnehmende nutzten den Tag, um auf die Höhepunkte der letzten vier Jahre zurückzublicken, darunter das Jubiläum „100 Jahre ASJ Deutschland“, die beliebten jährlichen Sommerferiencamps, die regelmäßigen Netzwerktreffen und das vielseitige Bildungsangebot.

Neben dem Rückblick stand die turnusmäßige Vorstandswahl im Mittelpunkt. Die Delegierten bestätigten Marco Niedenführ als Landesjugendleiter, seine Stellvertreterin ist Ann Kathrin Ernst. Die ASJ bleibt auch weiterhin ein Ort, an dem Gemeinschaft, Ehrenamt und Mitbestimmung gelebt werden, getragen von Solidarität und Pluralismus.

Der ASJ Sachsen auf Instagram folgen: asj_sachsen

Text: Martin Gey