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Ausgezeichnetes Engagement: Beim ASB NRW-Jahresempfang 2026 wurden starke Projekte aus den Verbänden gewürdigt.

Rückblick auf den ASB NRW-Jahresempfang 2026

„Engagement braucht gute Rahmenbedingungen“

Am 7. März kamen rund 200 Gäste aus Politik, Verbänden und Hilfsorganisationen im Kunstpalast in Düsseldorf zum ASB NRW-Jahresempfang zusammen. Unter dem Motto „Zusammenhalten“ prägten Reden, Gespräche und Begegnungen den Tag.

Zum Einstieg sorgte Anissa Loucif für gute Stimmung. Die Ärztin und Stand-up-Co­me­di­an nahm die kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft mit viel Witz in den Blick. Viele Gäste erkannten vertraute Situationen aus ihrem Berufsalltag wieder.

Das brachte den Saal zum Lachen und war zugleich eine schöne Erinnerung daran, dass hinter jeder professionellen Rolle immer auch ein Mensch steht.

Klare Botschaften auf der Bühne
Die Landesvorsitzende Lisa-Kristin Kapteinat und Prof. Dr. Michael Stricker, Präsident des ASB NRW, eröffneten den offiziellen Teil. Lisa-Kristin Kapteinat sprach über das Verbandsentwicklungsprojekt „Menschenschätze und Menschen schätzen“ und die gemeinsam mit dem rheingold Institut durchgeführte ASJ-Jugendstudie. Dabei machte sie deutlich: Engagement braucht gute Rahmenbedingungen, Wertschätzung und Beteiligung. „Zusammenhalten heißt Mitgestaltung“, sagte sie. „Wir haben mit der ASJ eine starke Jugendorganisation, und dieses Potenzial wollen wir künftig noch mehr in unserem Verband einbinden.“

Landtagspräsident André Kuper würdigte die Rolle des ASB als Hilfsorganisation in NRW und betonte: „Gerade in Zeiten multipler Krisen ist das Engagement von Ehren- und Hauptamtlichen ein tragendes Fundament für eine solidarische Gesellschaft.“ Dr. Stefan Sandbrink, Landesgeschäftsführer des ASB NRW, unterstrich die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für Hilfsorganisationen als Voraussetzung für Sicherheit und Teilhabe.

ASB-Arbeit zum Anfassen
Schon vor dem Bühnenprogramm konnten die Gäste im Ehrenhof verschiedene Einsatzfahrzeuge kennenlernen. Ein Hebammenmobil, ein hochmoderner Krankentransportwagen und Einsatzmotorräder für den Zivilschutz zeigten, wie vielseitig der ASB in Nordrhein-Westfalen aufgestellt ist.

ASB-Projekte, die Menschen erreichen 
Im Robert-Schumann-Saal präsentierten die ASB-Verbände wichtige Themen und Projekte. Die Präsentation „Bevölkerungsschutz und Nachhaltigkeit“ zeigte, wie eng Krisenvorsorge und Zukunftsverantwortung zusammengehören. Die Botschaft war klar: Zusammenhalt heißt auch, vorbereitet zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

Das Hebammenprojekt des ASB NRW präsentierte seine „Mehrsprachige Kampagne“ für Frauen, die Unterstützung wegen Sprachbarrieren oder sozialer Benachteiligung schwer erreichen. Mit einer Website, einem Erklärvideo in neun Sprachen und Social Media lautet das Versprechen: „Wir finden deine Hebamme. Wir helfen jeder Frau.“

Am Stand „Menschenschätze und Menschen schätzen“ stand die neue Arbeitgeberbroschüre im Mittelpunkt: Sie zeigt, warum Mitarbeitende zum ASB kommen und dort bleiben und was den ASB als Arbeitgeber ausmacht.

Das Referat Fundraising setzte mit einer Postkarten-Aktion einen besonderen Akzent. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, persönliche Grüße oder ein Dankeschön zu schreiben. Eine einfache Idee, die zeigte, wie viel eine kleine Geste bewirken kann.

Auch die Arbeiter-Samariter-Jugend war vertreten. Junge Engagierte berichteten über ihre Erfahrungen und informierten über Möglichkeiten zum Mitmachen. Dabei wurde deutlich: Die ASJ ist ein Ort, an dem junge Menschen Verantwortung übernehmen und mitgestalten können.

Innovationspreis für starke Projekte
Ein Höhepunkt war die Verleihung des ASB NRW-Innovationspreises an drei Projekte, die beispielhaft für zukunftsorientierte Verbandsarbeit stehen.

Der Schulsanitätsdienst wurde geehrt, weil er junge Menschen früh an Verantwortung, Erste Hilfe und soziales Engagement heranführt. Für viele ist er der erste Schritt in ein späteres Ehrenamt oder sogar in eine Karriere beim ASB.

Die „Macher:innen gesucht“-Kampagne des ASB-Regionalverbandes Südwestfalen wurde für ihre klare und authentische Ansprache ausgezeichnet. Sie gewinnt Menschen für Mitgliedschaft, Ehrenamt und Freiwilligendienste mit echten Geschichten und einer klaren Botschaft: „Alle reden vom Machen. Wir machen.“

Das Nachhaltigkeitsprojekt des ASB Bergisch Land zeigt, wie soziale Arbeit und ökologische Verantwortung zusammengedacht werden können. Klimafreundliche Mobilität, ressourcenschonende Prozesse und bewusste Beschaffung sind dort fester Teil der täglichen Arbeit.

Was bleibt
Der Jahresempfang 2026 hat gezeigt, dass „Zusammenhalten“ beim ASB NRW im Rettungsdienst, in der Jugendhilfe, im Ehrenamt, im Katastrophenschutz und in vielen weiteren Bereichen unsere Gesellschaft prägt und begeistert. Was von diesem Tag bleibt, ist das gute Gefühl, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein. Einer Gemeinschaft, die Verantwortung übernimmt und Menschen nicht alleinlässt.

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Landtagspräsident André Kuper (Mitte) nahm sich Zeit für den Austausch mit den Menschen, die Hilfe und Zusammenhalt in Nordrhein-Westfalen täglich mit Leben füllen. Auch Rainer Schmeltzer, Vizepräsident des Landtags, sowie Innenminister Herbert Reul waren zu Gast beim diesjährigen Jahresempfang.

„Wir wollen unsere Umwelt im Blick haben und uns nachhaltig aufstellen – und zwar gemeinsam!“ Diesen Wunsch hegte Anne Paweldyk, bis Ende 2025 Geschäftsführerin des ASB Bergisch Land e. V., schon längere Zeit. Ab 2023 wurde dieser Gedanke dann im Regionalverband in die Tat umgesetzt.

In zehn Monaten des gemeinsamen Arbeitens aller im Verband Beschäftigten entstand eine Nachhaltigkeitsstrategie in den Handlungsfeldern Gebäudeenergie, Nachhaltigkeit, Beschaffung, Verpflegung, Mobilität und Personalmanagement.

Parallel dazu beteiligten sich drei Kolleg:innen des Regionalverbandes an dem bundesweiten ASB-Klimaschutzprojekt. CO2-Fußabdrücke wurden erstellt, Klimapläne ausgearbeitet, Workshops absolviert – dieses wegweisende Projekt des Bundesverbandes zeigt nun seine Wirkung in den Geschäftsstellen und Rettungswachen.

Es fängt im Kleinen an – kleine Veränderungen haben große Effekte, und die Umsetzung der Ideen der Mitarbeitenden sorgt dafür, dass Maßnahmen breit akzeptiert werden. Die Umstellung der Dienstkleidung auf umweltfreundlich produzierte Ware, Jobrad und Jobticket, die Auswahl eines nachhaltig wirkenden Büroartikelhändlers, Beachtung des Tierwohls bei der Auswahl von Catering-Firmen, Gestaltung eines insektenfreundlichen Umfelds oder die Installierung einer „Tauschbörse“ – unterschiedliche Maßnahmen schaffen Bewusstsein für das Thema.

Geschäftsführer Dennis Bracht freut sich: „Wir sind maximal in das Thema eingestiegen und aktuell auch im Fachforum Nachhaltigkeit des Bundesverbandes vertreten!“

Im November 2025 wurde der ASB Bergisch Land mit gleich zwei Urkunden belohnt. Dazu ASB-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller: „Die Geschäftsstellen Wuppertal und Leverkusen haben Klimaschutz praktisch, wirksam und mit Blick für das Soziale umgesetzt und damit den Weg für alle diejenigen, die folgen, bereitet.“

Text: Katharina Weides