
München

Ein beliebtes Ziel des ASB-Wünschewagens München/Oberbayern sind die beeindruckenden Berge der Alpen.
10 Jahre letzte Herzenswünsche
Der ASB-Wünschewagen München/Oberbayern feiert Jubiläum
Seit nunmehr zehn Jahren erfüllt der Wünschewagen des ASB München/Oberbayern schwerstkranken Menschen einen letzten, oft sehr persönlichen Herzenswunsch. Ein engagiertes, ehrenamtliches Team holt die Fahrgäste vom Hospiz, von der Palliativstation oder von zu Hause ab und begleitet sie an ihren Sehnsuchtsort. Das rein durch Spenden finanzierte Projekt schenkt seinen Gästen diese besonderen Momente – kostenfrei und würdevoll.
So individuell wie die Menschen selbst sind auch ihre Wünsche. Ob es gilt, ein letztes Mal die vertrauten vier Wände zu sehen, bei der Hochzeit eines geliebten Menschen dabei zu sein oder die besondere Atmosphäre eines Fußballspiels zu erleben: Jede Fahrt ist ein zutiefst berührendes Erlebnis, das mit viel Feingefühl, Respekt und Herz geplant und begleitet wird.
Mehr als 100 Ehrenamtliche engagieren sich in München für das Projekt, darunter qualifizierte Rettungs- und Pflegekräfte sowie Ärzt:innen, die neben ihrer fachlichen Kompetenz vor allem Mitgefühl und Menschlichkeit einbringen. Regelmäßige Schulungen sorgen dafür, dass alle Beteiligten den besonderen Anforderungen der Fahrten gerecht werden und höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen.
Seinen Ursprung hat der Wünschewagen beim ASB in Essen, wo das Projekt 2014 ins Leben gerufen wurde. Bereits zwei Jahre später ging auch der Wünschewagen München/Oberbayern an den Start. Seitdem ist vieles geschehen: Rund 460 Wünsche konnten erfüllt werden, mit der Schauspielerin Janina Hartwig wurde eine engagierte Projektpatin gewonnen, und dank einer großzügigen Erbschaftsspende konnte ein zweites Fahrzeug konzipiert werden. Zum zehnjährigen Jubiläum blickt das gesamte Münchner Team mit Dankbarkeit und Stolz auf das Erreichte zurück.
Gleichzeitig wächst das gesellschaftliche Interesse am Wünschewagen und damit die Verantwortung, den Themen Tod und Krankheit Raum zu geben. Auf unseren Social-Media-Kanälen möchten wir genau das tun: berühren, zum Nachdenken anregen, Ängste nehmen und Einblicke in diese besonderen, oft stillen Momente unserer Arbeit geben.
Ein besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen, die mit außergewöhnlichem Engagement und großer Menschlichkeit ihre Zeit schenken, den Fahrgästen und ihren Angehörigen sowie allen Spender:innen. Ohne sie alle wäre dieses Projekt nicht möglich.
Text: Matilda Felsenheimer

Preisverleihung in München: ASB-Landesvorstand Norbert Tessmer und die Geschäftsführerin des ASB Dillingen-Donau-Ries, Claudia Lijsen (rechts), gratulierten Johanna Laux zu der Auszeichnung.
Engagement, das seit Jahrzehnten wirkt
Johanna Laux wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet
„Heute haben wir wieder etwas geschafft.“ Mit diesem Gefühl geht Johanna Laux oft nach Hause, wenn sie ihre Arbeit in der ASB-Kleiderkammer beendet hat. Es ist ein Satz, der viel über sie erzählt – über ihre Haltung, ihre Motivation und über ein Engagement, das seit Jahrzehnten wirkt. Im März wurde Johanna Laux in München vom Paritätischen Wohlfahrtsverband mit dem Luise Kiesselbach Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Seit 1988 ist die gebürtige Wertingerin beim ASB Dillingen-Donau-Ries aktiv. Zum ASB kam Johanna Laux über ihren Bruder, damals Stadtrat in Wertingen. Zunächst engagierte sie sich im Vorstand; erst als Beisitzerin, später als zweite Vorsitzende. Es waren bewegte Jahre, in denen viel Neues entstand. Der ASB eröffnete seine erste Kita, wenig später folgte das Mehrgenerationenhaus – ein Projekt mit großer Strahlkraft, dessen Eröffnung sogar die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen nach Wertingen führte.
Bis heute prägt die Handschrift von Johanna Laux zahlreiche Angebote vor Ort. Ob der Sticktreff im Mehrgenerationenhaus, das Büchertauschregal oder die Weihnachtsbetreuung für Kinder – immer ging es ihr darum, Räume für Begegnung und Miteinander zu schaffen. Eine besondere Rolle spielt die Kleiderkammer. Laux erkannte früh das Potenzial – und den notwendigen Wandel. Die Kleiderkammer wurde grundlegend modernisiert und wie ein Second-Hand-Geschäft neu gedacht. Der Trend zu nachhaltigem Konsum verlieh dem Konzept zusätzlichen Rückenwind. Heute ist die Kleiderkammer eine feste Adresse für bewussten Einkauf.
Tatkraft, Lebensfreude und eine positive Grundeinstellung begleiten das Engagement von Johanna Laux bis heute. Sie möchte sich weiterhin einbringen, solange es ihr Freude macht. Und solange sie am Ende des Tages sagen kann: Heute haben wir gemeinsam etwas bewegt.
Text: Moritz Wohlrab
Von Rhetorik bis Songwriting: der BildungsRaum.
Die ASB-Schulen mit Sitz in Lauf an der Pegnitz haben mit dem „BildungsRaum“ einen Ort für persönliche und fachliche Weiterentwicklung geschaffen. Jede und jeder ist eingeladen, die eigenen Kompetenzen zu erweitern. Das vielfältige Kursangebot umfasst unter anderem Bereiche wie Persönlichkeitsentwicklung, Rhetorik oder Medienkompetenz, aber auch Yoga-Techniken oder Songwriting.
Informationen: www.asb-schulen.de/bildungsraum
