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Mecklenburg-Vorpommern

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Samariterin Birgit Waniorek, wie sie leibt und lebt – mit viel Herz!

Samariterin Birgit Waniorek wird Frau des Jahres 2026

Engagement, das Menschen stärkt

Am 6. März wurde in der Hochschule für Musik und Theater Rostock eine Frau ausgezeichnet, die seit Jahren dafür sorgt, dass Menschen in Notsituationen nicht hilflos bleiben: Birgit Waniorek, Mitarbeiterin des ASB-Regionalverbandes Süd-West-Mecklenburg, ist Mecklenburg-Vorpommerns „Frau des Jahres“.

Der Preis würdigt Frauen, die Verantwortung übernehmen, andere stärken und unsere Gesellschaft voranbringen. Genau dafür steht Birgit Waniorek – mit Fachwissen, Leidenschaft und einer Energie, die weit über die Erwartungen

hinausgeht. Beim ASB Süd-West-Mecklenburg steuert sie als Ausbildungsleitung für die Breitenausbildung im Bevölkerungsschutz und ehrenamtliche Koordinatorin zentrale Aufgaben der Krisenvorsorge. Sie organisiert, vernetzt, motiviert und bildet aus – damit Menschen im Ernstfall wissen, wie sie helfen können. In ihren Kursen lernen Bürgerinnen und Bürger nicht nur Erste Hilfe, sondern auch Selbstschutz und richtiges Handeln in außergewöhnlichen Lagen. Was dabei entsteht, ist mehr als Wissen: Es ist Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit.

Ideenreiches Engagement
Viele Ehrenamtliche im Bevölkerungsschutz haben durch sie den Weg zum Engagement gefunden. Birgit Waniorek begleitet sie, stärkt sie und schafft Strukturen, in denen freiwilliges Engagement wachsen kann. Wer mit ihr arbeitet, spürt schnell: Hier geht es nicht nur um Organisation – hier geht es um Menschen.

Ihr Engagement zeigt sich dabei immer wieder auch in ungewöhnlichen Ideen, mit denen sie Menschen für Erste Hilfe und Krisenvorsorge begeistert. So sorgte im September 2024 ein neuer Weltrekord in der Reanimation auf dem Marktplatz von Boizenburg bundesweit für Aufmerksamkeit: 251 Menschen beteiligten sich unter Wanioreks Anleitung daran und führten 50 Stunden lang ohne Unterbrechung eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch. Doch auch hier ging es nie um den Rekord allein. Ziel der Aktion war es, Menschen die Angst vor der Ersten Hilfe zu nehmen und zu zeigen, dass jede und jeder im Notfall handeln kann. Ein kreativer, mutiger Weg, um genau das zu erreichen, was die Vellahnerin antreibt: Menschen zu befähigen, Leben zu retten.

Einsatz für Krisenvosorge
Dass dieses Engagement bereits über die Region hinaus wahrgenommen wird, zeigte sich schon im vergangenen Jahr: Der ASB-Bundesverband zeichnete das von ihr mitgegründete EHSH-Team (Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten) des Regionalverbandes als „Freiwillige des Monats“ aus und würdigte damit den besonderen Einsatz für Krisenvorsorge und Hilfe zur Selbsthilfe. Die aktuelle Auszeichnung unterstreicht einmal mehr, welche Wirkung dieses Engagement entfaltet.

Beim Festakt würdigten zahlreiche Gäste diese außergewöhnliche Leistung. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte die Bedeutung von Frauen, die Verantwortung übernehmen und unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten. „Starke Frauen machen unser Land stärker“, sagte sie und verwies damit auf das Engagement von Frauen, die mit Kompetenz, Mut und Tatkraft Verantwortung für andere übernehmen. Die Laudatio hielt Jacqueline Bernhardt, Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz, die das außergewöhnliche Engagement von Birgit Waniorek für den gesellschaftlichen Zusammenhalt würdigte.

Was unsere Gesellschaft stark macht
Dass diese Auszeichnung unmittelbar vor dem Internationalen Frauentag verliehen wurde, verleiht ihr zusätzliche Symbolkraft. Denn Birgit Waniorek steht exemplarisch für das, was unsere Gesellschaft stark macht: Engagement, Fachkompetenz und die Fähigkeit, andere zu ermutigen, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Auch innerhalb des ASB ist der Stolz groß, denn die Arbeit der Preisträgerin steht exemplarisch für das, was den Verband ausmacht: Hilfe zur Selbsthilfe, gelebtes Ehrenamt und Menschen, die Verantwortung füreinander übernehmen. Mit der Auszeichnung „Frau des Jahres Mecklenburg-Vorpommern“ erhält dieses Engagement eine weitere Bühne, die es verdient. Und vielleicht lässt sich das, was Birgit Waniorek auszeichnet, am besten mit einem Satz beschreiben, der diesen Abend geprägt hat: Menschen retten Leben – aber zuerst müssen sie lernen, dass sie es können.

Wie man sie sonst nicht kennt – Birgit Waniorek fast sprachlos bei ihrer Dankesrede nach der Preisverleihung.
Manuela Schwesig und Jacqueline Bernhardt überreichten den Preis „Frau des Jahres 2026“.
Von starken Frauen umgeben – Birgit Waniorek mit Ministerpräsidentin  Manuela Schwesig und Elke Büdenbender, Richterin im Ruhestand und  Deutschlands „First Lady“.

Text: Reingard Backhaus