Berlin

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Wenn jede Sekunde zählt: Der ASB Berlin übt den Ernstfall

Großübung 2026 und Zukunftsforum mit Besuch von Innensenatorin Iris Spranger

Rund 200 Übungsbeteiligte waren bei der diesjährigen Katastrophenschutz-Übung am 26. März dabei und übten realistische Einsatzszenarien – darunter die Evakuierung nach einem Hausbrand, die Versorgung von Verwundeten, Logistik unter Extrembedingungen und in diesem Jahr erstmals die Einbindung von Spontanhelfenden. In dem Pilotprojekt sollen Ersthelfer:innen mit Grundausbildung, die aus beruflichen oder zeitlichen Gründen nicht regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen können, in Katastrophensituationen zum Beispiel für den Sichtschutz von Verletzten eingesetzt werden, um das übrige Team zu entlasten.

Ziel der Übung war es, die Handlungskompetenz der Einsatz- und Führungskräfte zu stärken sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Katastrophenschutz zu testen, zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Nach jeder Szene erhielten die Teilnehmenden unmittelbares Feedback durch ein Beobachtungsteam.

Begleitet wurde die Übung von einem Fachpanel zur Zukunft des Bevölkerungsschutzes. Dabei diskutierten unter anderem Senatorin Iris Spranger, ASB-Präsident Michael Müller und Boris Michalowski, Fachdienstleiter Katastrophenschutz ASB Berlin, darüber, was eine resiliente Stadt ausmacht. Die Botschaft war eindeutig: Bevölkerungsschutz ist eine der zentralsten Aufgaben Berlins – und er funktioniert nur mit starken Strukturen, klaren Konzepten und engagierten Menschen. Der ASB Berlin fordert deshalb konkrete Verbesserungen: von der Vereinfachung der Freistellung von Einsatzkräften über abgestimmte Krisenmanagementkonzepte bis hin zu einer verlässlichen Finanzierung des Katastrophenschutzes. Aus Sicht von Iris Spranger besteht Handlungsbedarf: „Berlin ist nur so sicher wie seine Vorbereitung. Regelmäßige Übungen wie ‚ASB Berlin übt‘ sind unverzichtbar, um Einsatzkräfte zu befähigen und künftig Spontanhelfende als neue Komponente im Bevölkerungsschutz einzubinden. Das gelingt nur mit politischer Unterstützung, klaren Strukturen und verlässlichen Finanzierungen aller Akteure. Der ASB Berlin und der Senat stehen gemeinsam dafür ein, dass Berlin für den Ernstfall gerüstet ist.“

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und Ehrenamtlichen, die diese Übung mitgestaltet haben. Dieser Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wozu der ASB Berlin fähig ist – und wie gut wir für den Ernstfall aufgestellt sind.

Text: Patricia Dichtl

Mit viel Erfahrung und Expertise für einen starken Verband

Michael Müller und Carla Eysel bilden das neue Präsidium des ASB Berlin

Der ASB Berlin hat ein neues Präsidium berufen und setzt damit einen bedeutenden Meilenstein: Michael Müller (Bild unten), Regierender Bürgermeister von Berlin a. D., übernimmt das Amt des Präsidenten, Carla Eysel (Bild rechts), Vorstand der Charité Berlin für Pflege und Personal, ergänzt das Gremium als weiteres Mitglied. Mit ihrer Erfahrung, Expertise und ihren Netzwerken bringen beide künftig ihr Engagement in den Verband ein – als Stimme nach innen und außen und als treibende Kraft für die Zukunft des ASB Berlin. Herzlich willkommen!

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„Liebe Samariterinnen und Samariter,

der ASB Berlin leistet seit Jahrzehnten unverzichtbare Arbeit für die Menschen in unserer Stadt. Genau das hat mich bewogen, das Amt des Präsidenten zu übernehmen und diese Verantwortung mit großer Freude zu tragen. Ich möchte mit Ihnen gemeinsam diesen Weg fortführen und den ASB Berlin als starken, verlässlichen und modernen Verband unterstützen. Denn Berlin ist ein Ort der Solidarität, und der ASB ist ein unverzichtbarer Teil davon.

Was unseren Verband so besonders macht, zeigt sich in allem, was wir täglich bewegen: ob im Kata-strophenschutz, der durch vielfältige Krisen immer stärker gefordert wird, im Rettungsdienst, in der Wasserrettung, der Rettungshundestaffel oder beim Hausnotruf. Ob wir Menschen in der Pflege betreuen, Kindern und Jugendlichen Perspektiven geben, Geflüchteten Schutz bieten oder wohnungslosen Menschen Halt. Ob wir in der Ausbildung Fachkräfte von morgen begleiten oder mit dem Wünschewagen schwerstkranken Menschen einen letzten Herzenswunsch erfüllen. Diese Vielfalt ist unsere Stärke, und sie trägt ein Gesicht: unsere Samariterinnen und Samariter, die im Haupt- und Ehrenamt jeden Tag mit Herz und Haltung für andere da sind.

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Carla Eysel und ich freuen uns sehr darauf, diesen Weg mit Ihnen gemeinsam zu gehen – mit Begeisterung, Leidenschaft und der festen Überzeugung, dass wir gemeinsam viel für Berlin bewegen werden.“

Michael Müller,

Präsident des ASB Berlin